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Samstag, 13. Dezember 2008

Letzter Tag im Büro

Fing ja schon gaaaanz toll an. Heute früh beim Frühstück in der Zeitung. Dieser Artikel auf der Frontseite der TOI. Wieso kommen solche Artikel eigentlich immer am Tag raus bevor ich irgendwo hinfliege? Ich hoffe blos, das mit den Yoga Sessions bringt was...

Egal. Heute also letzter Tag im Büro. In Kürze gibts ein Gesamtstaffmeeting bei dem ich ihnen nochmal den Hosenboden strammziehen werde und dann gibts Kuchen. Lecker Kuchen von "French Loaf".
Aussderdem hab ich mich schön langsam an den Sari gewöhnt, den ich heute zur Feier des Tages anhabe. Die Mädels haben die ganze letzte Woche rumgenervt, dass ich einen anziehen sollte. Also hab ich. Dazu hab ich dann heute von Durga neuen Schmuck bekommen, von Vandhana gabs Sindoor (das rote Pulver dass sich verheiratete Frauen in den Scheitel auftragen) und von Deepa ein Bindi und schön langsam kann ich auch richtig amtlich Sari anziehen.
Ein g´scheites Foto gibts davon leider nicht, da ich meine Kamera heute zuhause gelassen habe, weil ich mit Deepa und Harish direkt vom Büro aus ins Kino den neuen SRK Film anschauen gehe. Also müsst ihr mit dem hier vorlieb nehmen.















In diesem Sinne. Leberkäse und Bosna ich komme. Wir lesen/hören/sehen uns ab Montag in Wien.

Freitag, 5. Dezember 2008

Ich wagte ja nicht zu träumen...

Oh mei, ich wusste ja gar nicht, dass sich das Paradies in der Prince Plaza in Egmore (Pantheon Rd direkt gegenüber der Krankenhauses) versteckt hat. Um exakt zu sein in den Geschäften mit dem bezeichnenden Namen "Dream´s come true" im Erdgeschoss.









Ich. Habe. Noch. Nie. So. Viele. Bangles (Armreifen) auf einen Haufen gesehen.









Die Preise liegen bei 20 Rupies für ein dutzend ganz einfache Plastikreifen und 1200 Rupies für besonders aufwendige Stücke und dazwischen gibt's alle Farben und Designs, unterschiedlichste Grössen, im Set oder als Einzelstück, mit und ohne Glitzer, mit und ohne Strass, aus Glas, aus Plastik, aus Metall. Abertausende Stück in meterlangen Regalen

















Ach ja, Bindi hat er auch. Und Fussketterl. Und Zehenringe....









*seufz* und ich flieg mit der AUA zurück und das heisst max. 20kg im Gepäck statt den 28kg bei Jet Airways.

Mittwoch, 12. November 2008

Vermischtes

Wetter. Es regnet wieder. Hat es, ganz ungewöhnlich für diese Zeit, seit Diwali nicht mehr. Allerdings ist es nicht so schlimm wie beim letzten Mal.
Ich hab mir übrigens sagen lassen, dass es in Chennai nur dann regnet, wenn ein Tiefdruckgebiet im Golf von Bengalen liegt. Und das gibt es jetzt wohl. Ich hab keine Ahnung. Den Wetterbericht auf einem der Newschannels schaff ich nie, und in den Zeitungen kann man nur nachlesen wie das Wetter gestern war und dass es vielleicht regnen könnte in den nächsten 48 Stunden, oder vielleicht auch nicht. Deshalb hab ich meinen Regenschirm auch immer mit. Oder Zeug an, dass nicht durchsichtig wird wenn es nass werden sollte. Denn kalt ist der Regen ja nicht.

Klamotten. Durga nimmt mich heute nach der Arbeit zu ihrem Schneider mit, der mir hoffentlich Petticoats und Oberteile für meine Saris machen wird. Die Kurtas die ich bei Filmiholics Schneiderin bestellt habe sollten kommenden Montag fertig werden. Dann hab ich endlich was neues zum Anziehen. Ich kann mein 4 Poloshirts und 2 Hemden schon nicht mehr sehen.

Kino. Ich hab keine Tickets für den neu anlaufenenden Tamil Film Varanam Aayiram bekommen. Obwohl ich ganz früh dran war mit buchen und obwohl die am Sonntag 12 (!!) Vorstellungen im Satyam hätten. Wie unfair! Jetzt hoffe ich, dass Vandhana vielleicht noch am Telefon bei anderen Kinos Karten bekommt. Ich. Will. Den. Sehen. Und nicht erst nächste Woche. Bleh!

Stromversorgung. Kleiner Nachtrag vom Event am Samstag. Ich hab das ja schon früher mal auf einem Foto gesehen, fand es in natura allerdings noch gruseliger. Stromversorgung für den Kameramann beim Asifa Event: Eine Wandsteckdose die mit Klebeband an einem Kabel fixiert wurde, ganz locker über die Schulter gehängt.

Samstag, 1. November 2008

Jetzt hab ich´s getan

Ich hab mir endlich einen Sari gekauft. Vorletzten Donnerstag, nach der Arbeit. Bei Man Mandir. Bekommen hab ich ihn allerdings erst gestern Abend. Denn wenn man so wie ich keinen eigenen Schneider hat, dann lässt man ihn noch da, damit die dortigen Schneider ihn fertigstellen können.
Normalerweise geht das rascher, aber da ja gerade Diwali war und man zu Diwali neue Kleidung schenkt und trägt, haben die Schneider im Moment Hochsaison.
Und "von der Stange" geht Sarimässig bei mir gar nichts. Ich bin mit meinen 179cm Körpergrösse eigentlich viel zu gross für Saris.
Ein Sari wird ja so angezogen, dass man ihn einmal um sich rumwickelt, den Anfang der zweiten Runde machen dann die Falten (je nach dem wie "umfangreich" man ist, sind das dann halt mehr oder weniger). Damit das auch hält stopft man den oberen Rand ungefähr 10 cm breit in einen Unterrock. Der untere Rand sollte dann eigentlich noch am Boden ankommen.
Damit das bei mir auch geht, wurde etwas geschummelt. Mein Sari hat jetzt am inneren Teil der Oberkante einen 10 cm breiten zusätzlichen Rand bekommen, den man nie sehen wird, weil er eben nach Innen gestülpt wird. Was wir ausserdem noch machen ließen war, auf den zum Sari dazugehörenden Stoff für die Bluse (Choli) zu verzichten. Wir haben ihn statt dessen zum verlängern des Saris verwendet. Der einfärbige Blusenstoff ist jetzt der Teil des Saris der ganz innen liegen wird. Und die Pallu (Schärpe) kann so schön lange meinen Rücken runter hängen. Die Choli (und den Unterrock) werde ich mir einfach bei einem anderen Schneider machen lassen, den Stoff dazu habe ich schon bei Nalli gekauft.

Gekostet hat er 3720 Rupies (ca 55 Euro). Allerdings ist er halt auch "blos" aus einem Paschmina/Seide Gemisch. Und nur die Randbordüre ist handgewebt. Bei Man Mandir kosten reine Seidensaris so ab ca. 4000 Rupies aufwärts. Bestickte Bordüren, handgewebte Stoffe, Pailletten, Gold, Silber oder Messingfäden machen das ganze teurer.

Es hätte da ja einen wunderschönen Benares Seidensari mit eingewebten Messingfäden gegeben. Der hätte allerdings 11000 Rupies gekostet. Und so oft geh ich dann in Wien auch nicht zu Galaempfängen, in die Oper oder ins Theater, dass sich das auszahlen würde.

Samstag, 25. Oktober 2008

Woops das war dann doch ein bisserl zu viel Wasser

Gestern hat es so gegen 16.00 zu regnen begonnen. Und zwar so richtig. So stark, dass wir das Büro um 17.00 Uhr geschlossen haben, damit alle noch nach Hause kommen. Eine eigentlich sehr fürsorgliche und weise Massnahme. Blöd nur, dass das wohl alle Büros und Schulen in Chennai auch gedacht haben. Also gab es den Monsoon-Rushhour-Wahnsinn-Stau halt 90 Minuten früher.















Da wir jetzt also so schön früh aus dem Büro sind, dachte sich Deepa das wäre doch die Gelegenheit noch etwas shoppen zu gehen. Zu Nalli´s. Das Sari/Salwar/Seide/Stoffe aller Art - Paradies. Da musste ich auch hin. Nalli ist in Pondy Bazar in T.Nagar. Und genau da lag unser Fehler. Bei normalem Verkehr ist Pondy Bazar ca 15 Minuten entfernt vom Büro. Wir haben schon mal mind 15 Minuten gebraucht um überhaupt eine Riskha zu finden die uns mitnimmt. Und dann hat es eine weitere Stunde gedauert bis wir da waren.

Dafür bin ich jetzt immun gegen Auspuffgase. (Was mit beim nächsten Mal Go-Cart fahren sehr zugute kommen wird. Bis jetzt wurde mir ja da immer schlecht, weil es so stinkt.)
Und kurz davor schwimmen zu müssen, standen wir auch. Wenn man jetzt vom Dreck mal absieht, für mich als Wasserratte nicht wirklich ein Problem. Deepa hat hingegen ein paar mal beinahe Panik geschoben, da sie, wie die meisten der Inder, nicht schwimmen kann.

Aber seht doch selber. Das Video ist zwar nicht sehr gut. (Ich musste den sehr üblen Nachtmodus der Kamera verwenden) man kann aber erkennen, dass wir teilweise durch kniehohes Wasser fahren mussten. Einmal hat es sogar in die Riksha geschwappt.



Und nach über einer Stunde sind wir dann endlich bei Nalli angekommen.















Ach, ist das klasse da. Ein richtiges "Old School" Kaufhaus mit langen Theken hinter denen unzählige Verkäufer darauf warten den Kunden die Waren aus den Glasvitrinen hinten ihnen zu zeigen. Das Haus selber ist ein Labyrinth aus Anbauten in dem man auf drei Stockwerke und viele Räume verteilt alles bekommen kann, was mit Indischer Kleidung zu tun hat.















Nalli ist eigentlich Spezialist für Seide. Hat aber auch Baumwolle und Synthetik Stoffe. Allerdings nicht nur Stoffe, sondern eben auch schon vorgefertigte Churdiar bzw Salwar Kamiz Stoffsets (da ist dann Stoff für Hose, Oberteil und schon eine fertige Dupatta/Schal dabei) und natürlich Saris aller Art. Deepa wollte Salwar Kamiz Stoffe, also waren wir nur in dieser Abteilung. Ich habe "fürs Erste" mal 5 Sets (1x Seide, 2x Baumwolle, 2x Baumwolle/Seide) für insgesamt 53 Euro mitgenommen, die ich mir nach Diwali von einem Schneider nähen lassen werde.

Der Heimweg war dann ein ähnliches, wenn auch nicht mehr ganz so schlimmes Drama. Und ich bin auch halbwegs trocken wieder zuhause angekommen. Wo dann schon die Dusche, eine heisse Suppe und Casino Royale im Fernsehen auf mich gewartet haben.