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Mittwoch, 25. März 2009

2 Flüge später

Hechel. So 1-Tag-Besuche gehen an die Substanz. Heute abend bin ich noch in Delhi. Morgen früh um 8.30 gehts dann weiter nach Bombay. Und um 18.30 weiter zurück nach Chennai.

Jetzt bin ich also noch eine Nacht in Delhi, dass sich sehr freundlich gezeigt hat. Kein Sandsturm wie im letzten Mai. Dafür einen tollen Blick auf das Regierungsviertel von meinem Zimmer im Le Meridien aus.









Hier in Indien sagt übrigens wirklich jeder mit dem ich zu tun habe Bombay statt Mumbai. Also habe ich mir es auch wieder angewöhnt. Ich weigere mich auch Bengaluru statt Bangalore zu sagen. Die gleiche Regierung die das eingeführt hat (gaaanz weit rechts im Spektrum) verlangt übrigens auch von allen Fluggästen von Inlandsflügen 260INR damit die den Abflugterminal am neuen Flughafen in Bangalore betreten dürfen. Unter dem Deckmantel "Development-Tax" also Entwicklungssteuer. Raubritterabzocke passt wohl eher. Da hat wohl jemand von der Zentral Regierung keine Kohle für den Flughafen Neubau bekommen und besorgt sich das Geld anderswertig.











Dafür ist der Flughafen richtig klasse. *Lob*
Er liegt allerdings über 30km ausserhalb der Stadt und die Autobahn ähnliche Rennstrecke war auch das erste Mal wo ich mich im indischen Strassenverkehr so richtig gefürchtet habe. Die fahren wie die Irren. 3-5 spurig je nach dem wie sehr der Vordermann im Weg fährt. Ich mochte besonders den mit Granitblöcken beladenen LKW der einfach mal so von links nach ganz rechts gewechselt hat, ohne Rücksicht darauf dass unser Corsa da noch im Weg war und unser Fahrer andachte auf stur zu schalten bis ich losschimpfte. Egal. Ein Abenteuer pro Reise muss wohl sein.

In Delhi sieht man das wohl relaxter. Es wuselt zwar so richtig mit Leuten und Mopeds und Rikshas und Autos. Aber die Hauptstädter sind wohl ein wenig abgeklärter.
Die SAE in Delhi liegt in der South Extention einem Viertel mit ganz schmalen Gässchen, Chaos, Momo Buden und eher unbekannten Mausolen aus der Mughal Ära.











So, jetzt aber ab ins Bett. Wecker klingelt um 5:55. Für 6:30 ist der Wagen bestellt. Morgen wird es mit Internetz Zugang bei mir eher mau aussehen. Kann gut sein, dass ich mich hier erst wieder aus Dubai melde.

Donnerstag, 18. September 2008

kleiner Picspam

Kaddeles und Marias anschmachtenswerte Britische - Fernsehserien - Charaktere Picspams sind zwar mit Sicherheit lohnender (zumindest für uns Mädels), aber auf vielfachen Wunsch hier mal ein paar erste Bilder.
Ich bin noch nicht wirklich zum fotografieren gekommen, verspreche aber hoch und heilig kommendes Wochenende mit Kamera bewaffnet die Gegend unsicher zu machen.

So hätten wir also hier mal mein Bett, auf dem tagsüber eine schicke orange-gelbe Tagesdecke liegt (Links im Hintergrund mein unfassbar nach Mottenkugeln riechender Kleiderschrank):















dann noch eine Nahaufnahme meiner Bücherkollektion. Momentan lese ich parallel "Good Omens" und "Extremely Loud & Incredibly Close"














Der Esstisch mit "meinen" Jungs (heute früh gabs schon wieder viel zu viel zum Frühstück. Hmpf. Wenns aber auch zu lecker ist)















Wohnzimmer/Ecke. Von mir noch unbenutzt, ich knotz lieber auf meinem Bett beim Lesen.















Und jetzt noch ein bisserl Aussicht (in diesem Fall wäre das die Strassenseite)

einmal der Vorgarten am Abend:















und einmal das schicke Haus schräg gegenüber mit den schicken Palmen



















So das wärs fürs Erste. "Blöderweise" ist die Klimaanlage im Büro gerade ausgefallen. Yay! Eher unpraktisch ist allerdings, dass der Strom für mein Macbook anscheinend auch weg ist..

Dienstag, 16. September 2008

Umgezogen

So. Erste Nacht in meiner "Wunsch-Location" verbracht. Passt.

Es war zwar ein bisserl warm, weil ich nur den Deckenventilator laufen lassen konnte. Die Klimaanlage ist halt einfach zu laut. Dafür gibts am Fernseher Deutsche Welle TV und da ich im Moment die einzige "Kundschaft" in der Wohnung bin, hab ich jetzt einen Koch und einen "Butler" ganz für mich.
Soviel Aufmerksamkeit ist dann doch gewöhnungsbedürftig.
Kaum öffne ich auch nur meine Zimmertür steht er schon "habt-acht". Und das mit dem Abnehmen in Indien kann ich mir dann wohl auch abschminken. Heute gabs zum Frühstück ein sehr sehr leckeres Omlett mit frischen Tomaten, jede Menge Toast mit nach Frucht schmeckender Marmelade und der obligatorischen gesalzenen Butter an die ich mich inzwischen schon so richtig gewöhnt habe. Dazu frisch gepressten Orangen/Limonensaft und das obwohl ich noch vom sehr leckeren Abendessen gestern voll war.
Ach ja, so richtig Filmi-like hab ich direkt nach dem Aufstehen meinen Tee bekommen. Wie gesagt, ich fühl mich ein wenig beobachtet.

Es ist herrlich ruhig hier. Kein Gehupe. Kein sonstiger Strassenlärm. Einzig die streunenden Hunde haben sich so ein bis zwei mal in der Nacht etwas in die Wolle bekommen.

Der einzige richtige Wermutstropfen ist, dass Internet nicht funzt. WLAN geht, ich krieg auch eine IP Adresse aber dann ist auch schon Sense. Irgendwie lässt mich die ADSL Leitung nicht raus. Aber das kriegen wir auch noch hin.

Dafür holt mich heute Mo, eine Freundin von Beth und ebenfalls Bloggerin aus Chennai, von der Arbeit ab und wir werden den 50% Büchersale bei Landmark unsicher machen und ausserdem schauen, ob wir für das Theaterstück von dem sie mir erzählt hat noch Karten bekommen.

Freitag, 12. September 2008

Herbergsuche

Im Moment lebe ich ja im Hotel, da meine lieben indischen Kollegen seit Anfang Juni nicht in der Lage waren, eine, wie von uns verlangt, Wohnung/Untermiete/Privatzimmer mit "western standard" zu finden. Das war übrigens einer der Hauptgründe für meine lange Verspätung mit der ich in Indien ankam.
Vorgestern und gestern kam jetzt endlich etwas Bewegung in die Sache.

Die erste Unterkunft, die es zu besichtigen gab war vom Typ "paying guest". Das bedeutet in Indien, dass man ein Zimmer/Verpflegung in einer Privatwohnung bekommt und mehr oder weniger eben ein (zahlender) Gast bei einer Familie ist.
Ich bin innerlich fast niedergebrochen vor Lachen. Jeder der schon mal einen RGV Film gesehen hat sollte sich einfach eine etwas abgewohnte obere Mittelklassewohnung mit alleinstehender sehr neugieriger ca. 45 jähriger Hausherrin vorstellen. Vorgesehen für mich war der Masterbedroom mit separatem (ekeligen) Bad. Die Hausherrin selber, da sie auch ihr zweites Schlafzimmer vermietet hat, würde bei einer Nachbarin schlafen, weiterhin aber die Kleiderschränke in "meinem" Zimmer benutzen. Wann immer sie will. Soll ich noch erwähnen, dass die Fenster zur S-Bahn hinausgingen?
Einziges Plus. Sie ist ein Bollywoodfan und geht mindestens 3 mal pro Woche ins Kino.

Ich habe dankend abgelehnt und nochmal erwähnt, dass ich mir unter "western standard" etwas ganz anderes vorstelle.

Gestern waren dann zwei weitere Wohnungen dran. Diesesmal keine Privatwohnungen, ich glaube die gehören einer Firma, die über ganz Chennai verteilt Zimmer in eigenen Wohnungen anbietet. Eine davon war im 7. Stock eines Wohnblocks, der sehr nahe an der SAE wäre. Die zweite ca 15 min mit der Riksha entfernt im 2.Stock eines kleineren Hauses.
Ich fand beide gut, allerdings gefiel mir die etwas weiter Entfernte um einiges besser. Das Haus ist ordentlicher. Die Gegend um einiges besser (der Chief Minister von Tamil Nadu wohnt gleich ums Eck). Es gibt einen kleinen Supermarkt an der Strassenecke. Und sie war auch sauberer als alles was ich bisher an Zimmern (inkl meinem Hotelzimmer) gesehen habe. Es gibt eine Küche, zwei Hausangestellte, jedes Zimmer hat ein eigenes Bad mit Toilette und Dusche, Laundryservice, angeblich Internetzugang. Mal sehen. Ich kann mir sehr gut vorstellen, meine restliche Zeit in Chennai da zu verbringen.
Ich denke mal Anfang kommender Woche weiss ich dann mehr.

So jetzt ist aber mal Chennai erkunden (aka shopping) angesagt. Heute ist Onam und da Rathish (der SAE India Boss) aus Kerala stammt, hat die SAE heute geschlossen.

Ausserdem fällt der Strom alle fünf Minuten aus. Die Trafostation neben dem Hotel hat ein paar schöne laute "Schnalzer" gemacht heute früh und seit dem wechseln sich Generatorstrom und Netz ab..